ZURÜCK IST AUCH EIN WEG !
Durch meine Frau, die als Betroffene in der Selbsthilfe aktiv ist, bin ich vor ca. 15 Jahren zum Blauen Kreuz gekommen. Mein Interesse war geweckt und ich habe mich mit dem Thema „Sucht“ beschäftigt.Meine Gedanken zur Selbsthilfegruppe der Angehörigen:
Ein Familienmitglied trinkt.
Warum? Was war vorher? Was hat sich verändert? Und warum? Wie reagieren meine Mitmenschen auf mich und meinen Angehörigen?
Fragen über Fragen! Darüber kann ich mich in einer Selbsthilfegruppe austauschen. Wie gehe ich als Angehöriger mit der Sucht um? Wie weit lasse ich alles an mich herankommen? Oder bin ich schon soweit, dass ich unbewusst das Spiel der Süchtigen mitmache? (ohne es wissentlich zu wollen). Der Zwiespalt ist riesengroß. Mitgefühl, Mitleid, Verständnis und vielleicht Liebe bis zur Selbstaufgabe?
Wie sieht jetzt Hilfe aus?
Der Angehörige (der in einer schwierigen Lage zwischen Liebe und Hass ist) erfährt in der Gruppe den Weg zur Selbsthilfe. Hier tauschen sich Angehörige aus und bekommen das Gefühl nicht alleine mit den Problemen zu sein.
Es kostet eine Menge Kraft Kränkungen und Enttäuschungen hin zunehmen. In der Gruppe kann ich lernen meinen „Akku“ aufzuladen und die gewonnene Energie für mich selbst zu nutzen.
Wie kann ich die Kraft für mich selbst einsetzen?
Und wie könnte dem Betroffenen geholfen werden? Was mache ich mit meinen Gefühlen wie Trauer, Wut, Verzweiflung und Hilflosigkeit?
Kraft die ich brauche um aktiv zu werden und nicht auf Wunder zu hoffen!
Diese und mehr sind Themen über die wir in der Angehörigengruppe reden.



